Die Buchrezension „Erinnerung – Das Wunder der Weihnacht“ von Hubert Kölsch

Kölsch Erinnerung, Quelle: Koha Verlag 240
Kölsch Erinnerung, Quelle: Koha Verlag

„Erinnerung – Das Wunder der Weihnacht“ von Hubert Kölsch ist eine wundersame und wundervolle Erzählung, die in der allzu geschäftigen Weihnachtszeit zur Besinnung einlädt, um der Frage nachzugehen, was bedeutet Weihnachten für mich.

Auf dem Adventsmarkt am Tag vor Heiligabend herrscht in der Stadt ein buntes und geschäftiges Treiben und mittendrin steht ein Mann. Er erblickt einen Unbekannten, dem er in eine Kirche folgt. Im Inneren herrscht eine geruhsame Stille. Der Unbekannte ist verschwunden, dafür entdeckt der Mann in einer kleinen Seitenkapelle ein altes Gemälde, das nicht nur auf ihn eine magische Anziehungskraft auszuüben scheint. Vor dem Gemälde begegnet er einem Industriellen, einer Frau namens Rose und einem Priester. Die drei unterschiedlichen Menschen erzählen ihm ihre Geschichte und betrachten das Gemälde aus ganz aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Das Gemälde „Die Heilige Nacht“, gemalt 1652 von dem Italiener Carlos Maratta, das sich auch auf dem Umschlag des kleinen Büchlein wiederfindet, beeindruckt durch die Intensität seiner Darstellung. Auf dem Gemälde, dessen Szene in Dunkel gehüllt ist, geht allein vom Jesuskind alles Licht aus. Es erleuchtet Mutter Maria und drei kleine Engel, die über das Kind gebeugt sind.
Am Ende der Erzählung begegnet der Mann wieder dem Unbekannten, der ihm hilft, auf die Frage, was Weihnachten für ihn bedeutet, eine persönliche Antwort zu finden.

Der Autor lädt mit seiner Erzählung den Leser dazu ein, einmal innezuhalten und sich seine eigenen Gedanken darüber zu machen, was an Weihnachten eigentlich gefeiert. In der Einleitung der Erzählung zeigt Kölsch die enge Verbindung von Weihnachten und Wintersonnenwende auf und erinnert an frühere Zeiten, als der Mensch ohne keine Elektrizität lebte. Der Rhythmus der Natur spielte im damaligen Leben der Menschen ein viel größere Rolle als heutzutage. Die Winterzeit war damals eine Zeit der Einkehr und des Wartens auf die Rückkehr des Lichts. Stimmungsvolle Bilder, die überwiegend von Winterlandschaften erzählen, runden die besinnliche Erzählung ab.
Das kleine Büchlein von Hubert Kölsch berührt auf einer tiefen Ebene. Durch die Perspektive des „Ich-Erzählers“ kann der Leser leicht in seine Rolle schlüpfen und sich selbst die Frage stellen, was Weihnachten für ihn bedeutet.

„Erinnerung – Das Wunder der Weihnacht“ ist eine gelungene Einladung des Autors an den Leser, sich bewusst eine Auszeit zu nehmen, um zur Weihnachtszeit selbst Innenschau zu halten. Kölsch berührt dabei auch spirituelle Themen, wie Kraft des Glaubens, Liebe, Dankbarkeit, Vergebung und Erlösung. Vielleicht betrachtet der Leser hinterher das Wunder von Weihnachten mit ganz anderen Augen und das Weihnachtsfest zu neuem Glanz erstrahlen lässt.

Kurz&Knapp: Lebenswert. Eine sinnliche und besinnliche Weihnachtserzählung, die berührt und zum Nachdenken anregt.

Hubert Kölsch
Erinnerung – Das Wunder der Weihnacht
Taschenbuch, 91 S.
Koha kompakt, 2015

Hubert Kölsch ist Seminarleiter, Referent, Coach und Autor. „Ich bin ein Wanderer zwischen verschiedenen Welten: Spiritualität, Business, Erlebnis, Seminare, Vorträge, Natur und das Schreiben von Büchern“, berichtet er über sich auf seiner Homepage. Er hält Vorträge, veranstaltet spirituelle Seminare und bietet Einzelberatung an.

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