Die Buch-Rezension „Goodbye Depression“ von Brandon Bays und Kevin Billett

Bays Billett Goodbye Depression, Quelle: Trinity
Bays Billett Goodbye Depression, Quelle: Trinity

Neue Wege aus der Depression will das Buch „Goodbye Depression“ aufzeigen. Brandon Bays und Kevin Billett setzen dabei nicht auf die Schulmedizin, sondern wie bei „The Journey“ auf die heilende Kraft der Emotionen.

Brandon Bays und ihr Ehemann Kevin Billett, weltweit bekannt durch ihre Lebenshilfe-Seminare „The Journey“, einer wirkungsvollen Technik zur Heilung von Körper und Seele, widmen sie sich in ihren Buch der Volks- und Zivilisationkrankheit Depression.

Die Depression ist eine der häufigsten psychischen Erkrankungen. Fast jeder Fünfte erkrankt mindestens einmal im Leben an einer Depression. In ihren Buch „Goodbye Depression“ nähern sich Bays und Billet dem Thema „Depression“ aus ihrer ganz eigenen Sichtweise, die sich deutlich von der schulmedizinischen unterscheidet.

Offen und bewegend beschreibt Kevin Billett, seine eigenen Erfahrungen mit Depressionen. Er erlebte mehrere unterschiedlich starke Episoden und Ärzte diagnostiziert bei ihm schon in jungen Jahren eine genetische Depression, unter der er 30 Jahre litt. Erst die Arbeit mit „The Journey“ ließ ihn frei von Depressionen werden nachdem er kopfüber in ein tiefes schwarzes Loch der Depression gefallen war. „Meine Behandlungsstrategien waren durch die Kombination von Tod, Scheidung, Unternehmenspleite und vor allem dem Wissen, das ich meine Familie auf katastrophale Weise im Stich gelassen hatte, so stark überstrapaziert, dass ich zusammenbrach.“

Das Besondere bei Bays und Billett ist, dass sie die Symptome einer Depression als Erfahrungen an sehen, die ausführlich und einfühlsam im Buch beschrieben werden. Wichtigste Grundursache bei Depression ist für sie häufig eine emotionale Blockade in der Kindheit.

Mythen über Depression

Der Begriff Depression deckt ein breites Spektrum an Erfahrungen ab. Symptome einer leichten Depression sind innere Ruhelosigkeit und allgemeine Unzufriedenheit. „Wir sind oder fühlen uns von anderen Menschen oder dem Leben abgetrennt, sind lustlos, energielos, apathisch oder müde.“ Bei einer mittelschweren Depression verstärken sich Unzufriedenheit und Ruhelosigkeit stellt sich ein Gefühl der Leere, des Verlustes oder des Verlorenseins ein. Bei einer schweren Depression verstärkt sich das Gefühl der Hilf- und Hoffnungslosigkeit. Das Leben erscheint einem völlig leer, „als befänden wir uns in einem Loch“.

Für Bays und Billett ist die Wurzel der Depression „ein Muster des emotionalen Sichverschließens und Blockierens, eine Gewohnheit, die uns davor schützen soll, etwas Bedrohliches, Schwächendes oder anderweitig Schmerzliches zu fühlen“. Entgegen der schulmedizinischen Sichtweise, ist für sie eine Depressionen weder eine psychische Erkrankung, noch eine körperliche Erkrankungen, noch eine Emotion und keine genetisch vererbte Unvermeidbarkeit. Im Kern ist sie ein Gemütszustand, um „die belastenden Dinge des Lebens in Schach zu halten“. Unter Freiheit von Depressionen meinen sie die Freiheit vor dieser unbewussten Gewohnheit und Selbstmanipulation. Es gilt einen Weg zu finden, um „ es unseren Gefühlen zu erlauben, gefühlt zu werden, zu fließen und auf natürliche Weise wieder abzuklingen.“

Wege aus der Depression

Der Weg aus der Depression kann nicht übers Denken erfolgen, meinen Bays und Billett. Das Denken kann sogar kontraproduktiv sein, da es sich häufig im Kreis dreht und zu zwanghaftem Denken führen kann. „Übermäßiges Vertrauen ins Denken verfälscht unsere natürliche emotionale Erfahrung so stark, dass wir außer Gefecht gesetzt werden können und unfähig sind, vernünftige, unabhängige Entscheidungen zu fällen, die das Leben von uns fordert, und sie auch umzusetzen.“

Ständiges Denken oder die Analyse der Probleme und die emotionalen Reaktionen darauf verwandeln sich in eine „Geschichte“ über unser Leben und die Emotionen, die wir empfinden. Jeder hat seine eigene Geschichten „über das, was zu beängstigend ist, um je gefühlt zu werden“ .

Die Prozessarbeit

Das Gegenmittel für eine Depression ist die emotionale Öffnung und das Fühlen, dafür ist die Prozessarbeit von “The Journey“, eine geeignete Methode.

Man muss die tief verwurzelten Überzeugungen über die Bedeutung der Gefühle ändern und eine gesunde Beziehung mit ihnen unterhalten. Bei diesem emotionalen Prozess unterstützen das Buch und die beiliegende CD. Zusammen führen sie detailliert und in mehreren Schritte unterteilt durch die notwendige innere Arbeit.

Zuerst gilt es die mental-emotionalen Vermeidungsspiele zu entdecken, mit denen man sich vor schrecklichen oder schmerzlichen Emotionen verschließt. Durch Inflation, Rigidität und Deflation, mit der ein Zustand des Rückzugs gemeint ist, vermeidet man unangenehme Gefühle.

In der vorgestellten Prozessarbeit von „The Journey“ geht es auch darum, schwächende Überzeugungen in Bezug auf unsere Gefühle, uns selbst und unserem Leben gegenüber grundlegend zu ändern. Auch einschränkende Schwüre und Versprechen können negative Überzeugungen verstärken. Am Ende des Prozesses steht die Vergebung gegenüber anderen und vor allem gegenüber sich selbst. Ein zentrales Instrument bei „The Journey“ ist die Selbstbeobachtung der eigenen Gefühle, was zu einer Aufräumarbeit im Inneren führt. Im Grunde erforscht man damit seine eigene innere Wahrheit.

Ziel des Prozesses ist es, sich für das Innerste jedweder Emotion zu öffnen, egal wie stark oder beängstigend sie sein mag. Wenn wir sie direkt durch uns hindurchfließen lassen, „öffnen wir uns für die Quelle, die umfassende Essenz unseres Seins.“

Entdeckungsreise zu den eigenen Gefühlen

Das Buch „Goodbye Depression“ lädt dazu ein, Depression aus völlig einer anderen Sichtweise zu betrachten. Um sie zu überwinden, bedarf es einer tieferen inneren Arbeit an sich selbst. Die vorgestellte Prozessarbeit von „The Journey“ kann dabei ein hilfreiches Instrument sein. „The Journey“ nutzt dabei Elemente unterschiedlicher Methoden von der systemischen (Familien-)therapie über schamanische Techniken und NLP bis hin zu der heilenden Kraft der Vergebung.

Das Buch und die beiliegenden CD liefern sowohl das notwendige Verständnis für die innere Arbeit als auch die notwendigen Hilfsmittel, um diesen Prozess in Eigenregie durchführen zu können. Das Besondere an „The Journey“ ist, dass die Methode nicht auf einer Theorie basiert, sondern auf eigene direkte Erfahrungen. Die eigene innere Weisheit führt durch den Prozess und verhilft zu einer tiefen und liebevollen Versöhnung mit sich selbst.

Kurz&Knapp: Absolut lesenswert. Ein informatives und praxisorientiertes Buch über Depressionen und die heilende Kraft der Emotionen.

Brandon Bays und Kevin Billett
Goodbye Depression
Mit der „Journey“-Methode in Freiheit und Freude leben
Klappenbroschur, 296 S.
mit MP3-CD, 257 Min
Trinity Verlag, 2016

Brandon Bays arbeitete mehr als zehn Jahre lang mit Anthony Robbins und leitete Seminare in den Bereichen ganzheitlicher Gesundheit und Bewusstseinsentwicklung, bevor sie den „Journey“ -Prozess entwickelte. Ihr Mann Kevin Billett bietet in Zusammenarbeit mit Brandon Bays seit mehr als 15 Jahren Seminare im Bereich Persönlichkeitsentwicklung an. Beide leben heute in Wales und reisen durch die ganze Welt, um „The Journey“ allen Menschen nahezubringen.

Ich danke dem Trinity Verlag für das Rezensionsexemplar.

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