Die Buch-Rezension „Das geheime Leben der Erde“ von Marko Pogacnik

Pogacnik Das geheime Leben der Erde, Quelle AT Verlag

Wichtige Impulse für eine ganzheitliche Ökologie können heute von der Geomantie ausgehen. Der bosnische Autor Marko Pogacnik beschreibt in seinem Buch „Das geheime Leben der Erde“ diese uralte Erfahrungswissenschaft als „unverzichtbares Gegenstück zur modernen Geografie“ und vermittelt ein faszinierendes mehrdimensionales Weltbild.

Angesichts der zunehmenden ökologischen Krisen ist eine neue Perspektive dringend notwendig. Die modernen Naturwissenschaften bestimmen das Schicksal unserer Zivilisation und unseres Planeten und sind mitverantwortlich für das gestörte Gleichgewicht der Erde, betont der slowenische Autor Marko Pogacnik. Wichtige Impulse können von der neuen Geomantie kommen, die er als ganzheitliche Ökologie begreift. Sie bezieht die sichtbaren und unsichtbaren Ebenen der Existenz mit ein und stärkt die Integration des Menschen in das Netz des Lebens. Wir müssen uns „von der kostspieligen Spaltung zwischen dem Menschen als Subjekt und der Erde als zu erforschendem Objekt verabschieden“, meint Pogacnik.

Integration des schamanisches Erbes

Die Tragik unserer beschränkten Wahrnehmung liegt für ihn darin, dass wir heutigen Menschen unsere fünf Sinne als ausschließlichen Lebenskompass nutzen, wo doch das Leben aus vielen Dimensionen besteht. „Wir müssen uns vielmehr einen neuen Wahrnehmungsmodus erschließen, der uns die gesamte Wirklichkeit um uns herum bewusst machen kann.“ Durch Visionen, innere Bilder und Gefühle kann man geomatische Phänomene wahrnehmen. Es gilt, vorgefasste Denkmuster hinter sich zu lassen. Es ist die eigene Erfahrung, die ein solides Fundament geomantischen Wissens sichert. Es geht um die Integration des schamanisches Erbes: „Sprich mit der Erde, den Tieren, Pflanzen und Naturgeistern“.

Um die anderen Dimensionen wahrzunehmen gilt es, unser rationales Bewusstsein zu diszplinieren und in die Gesetzmäßigkeiten einer holistischen Weltsicht einzuordnen. Pogacnik stellt einige Übungen vor, die bei der Befreiung der Gedankenkontrolle helfen.

Holistische Wahrnehmung

Pogacnik ist der Meinung, dass wir keine zusätzlichen Wahrnehmungsapparate brauchen, sondern eine neue Haltung dem Wirklichkeitsraum gegenüber einnehmen müssen. Wir sind es gewohnt die Natur und Landschaften als Objekte außerhalb von uns selbst wahrzunehmen und halten so eine Subjekt-Objekt-Distanz aufrecht. In der holistischen Wahrnehmung funktioniert es genau umgekehrt. „Hier ist das Einswerden mit den Organismen des Lebens, der Natur und der Landschaften, das uns den vollen, vieldimensionalen Reichtum des Lebens bewusst machen kann.“ Holistische Wahrnehmung beruht nicht auf Teilung, sondern auf Einheit. Es geht um das Sich-Einschwingen auf andere Welten und Wesen sowie das Erleben persönlicher Verbundenheit.

Ein bedeutender Zweig der modernen Geomantie ist die Erdheilungsarbeit für Landschaften und Städte. Pogacniks verwendet dabei die von ihm entwickelte Lithopunktur, die eine Methode der Erdakupunktur ist. Dabei werden Steinsäulen mit eingemeißelten Kosmogrammen auf Akupunkturpunkte der Erde gesetzt und miteinander verbunden.

Anwendungsbreiche für die neue Geomatie sieht Pogacnik nicht nur in der Landschafts- und Siedlungsplanung. Er schlägt vor, die Erkenntnisse bereits im Schulunterricht zu vermitteln. Die neue Geomantie ist für ihn die Grundlage für die Vision einer sich entwickelnden Friedens-Zivilisation.

Praktischer Führer durch verschiedene Dimensionen

Das Buch „Das geheime Leben der Erde“ ist nicht nur eine komplexe Einführung in die Geomantie, die Pogacnik als „unverzichtbares Gegenstück zur modernen Geografie“ versteht, sondern auch ein praktischer Führer durch verschiedene Dimensionen von Orten und Landschaften. Es enthält mehr als 170 praktische Beispiele von Orten aus aller Welt, dessen geomantische Phänome Pogacnik auch in Orginalzeichnungen vorstellt.

Marko Pogacnik gehört zu den bekanntesten Experten der neuen Geomantie und das Buch „Das geheime Leben der Erde“ ist ein ganzheitliches Werk über die Mehrdimensionalität der Erde. In seinem Schaffen als Bildhauer, Land-Art-Künstler und Erdheiler geht es slowenischen Autor um eine Wiederverbindung der Menschen mit ihrem Heimatplaneten, vor allem auf seelischer und geistiger Ebene. Das Buch setzt sich grundlegend mit den vielfältigen Kräften und Wesen der Erde auseinander. Für Einsteiger ist das Buch „Das geheime Leben der Erde“bestimmt keine „leichte“ Kost, aber die zahlreichen Übungen zum Wahrnehmen und Spüren helfen, selbst eigene Erfahrungen zu machen. Das Buch ist auf jeden Fall eine Einladung, künftig mit aufgeschlosseneren Sinnen durch die Natur zu gehen und unsichtbare Gesetzmäßigkeiten in Landschaften und Orten zu erkennen, die einem sonst verborgen geblieben wären.

Kurz&Knapp: Lesenswert. Ein aufschlussreiches theoretisches und praktisches Grundlagenbuch über die neue Geomantie und die mehrdimensionale Welt, in der wir leben.

Marko Pogacnik
Das geheime Leben der Erde
Gebundene Ausgabe, 248 S.
AT Verlag; 2.Auflage, 2 2010

Marko Pogacnik geboren 1944, Künstler und Geomantie-Experte aus Slowenien. Er entwickelte anfangs der achtziger Jahre die Lithopunktur, eine Methode der energetischen Heilung von Orten und Landschaften, die er an vielen Orten weltweit praktiziert hat. Er lehrt an der Hagia Chora Schule der Geomantie.

Ich danke dem AT Verlag für das Rezensionsexemplar.

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