Die Buch-Rezension „Die Kraft des Ortes“ von Stefan Brönnle

Brönnle Die Kraft des Ortes, Quelle: Neue Erde

Orte der Kraft sind besondere Plätze, denen offensichtlich eine Kraft innewohnt, die für die Menschen seit altersher spürbar ist. Stefan Brönnle beschreibt in seinem Buch „Die Kraft des Ortes“ nicht nur die besonderen Qualitäten solcher Orte, sondern führt kompetent und verständlich in die Grundlagen der Geomantie ein.

Orte, von denen eine magische Ausstrahlung ausgeht, ziehen uns instinktiv an. Es sind Orte, wo wir uns wohlfühlen oder entspannen, die uns Mut schenken oder Trost spenden. Was aber genau ein Ort der Kraft ist, darüber herrscht meist nur eine verschwommene Vorstellung. „In der Regel versteht man unter einem Ort der Kraft einen Ort, der sich durch seine Atmosphäre, seine Ausstrahlung, seine Energie oder geistige Präsenz von der unmittelbaren Umgebung unterscheidet“, beschreibt Brönnle die geomantische Sichtweise. Es müssen dabei nicht unbedingt herausragende Orte wie Stonehenge, die Kathedrale von Chartres oder die Externsteine sein. Kraftorte sind überall zu finden, mitten in der Stadt, bei einer kleinen Kapelle oder auf einem Berg.

Grundlagen der Geomantie

Orte der Kraft zeichnen sich durch geologische und geomantische Besonderheiten aus. Es finden sich dort oftmals Verwerfungen, Wasseradern, Gitternetze und andere Phänomene. In seinem Buch „Die Kraft des Ortes“ erläutert Brönnle die theoretischen Grundlagen der Geomantie, darunter auch die Radiästhesie. Mit dieser Methode kann man mit Hilfe von Wünschelrute, Pendel oder anderen Werkzeugen oder durch bloße Körperwahrnehmung unsichtbare Energiephänomene wahrnehmen. Vorgestellt werden u. a. auch Landschafts- und Flurnameninterpretation, Erdheilung und Traumarbeit.

Drei-Welten-Modell

Die Techniken und Absichten der Geomantie waren in den verschiedensten Kulturen und Zeiten nicht immer gleich. Sie waren spezifisch an eine bestimmte Weltsicht gebunden und auf unterschiedlichen Ebenen der Wirklichkeit tätig. Brönnle bedient sich eines Drei-Welten-Modells. Durch Erkennen der physischen, der geistigen und der ätherischen Ebene kann man die Kraft eines Ortes erkennen.

Die physische Ebene des Ortes lässt sich anhand von Landkarten ermitteln. Alte Kirchen und Burgen sowie besondere Orts- und Flurnamen geben erste Hinweise. Die Pflanzen vor Ort geben Anhaltspunkte auf physikalische Strahlungsphänomene. Allgemein gelten Brennnessel, Mistel und Efeu als Strahlungssucher, dagegen Tanne, Fichte und Buche als Strahlungsflüchter. Anhand von ungewöhnlichen Wuchsformen können unsichtbare energetische Einflussfaktoren erkannt werden.

Die ätherische Ebene des Ortes, das Bindeglied zwischen Geist und Materie, beschreibt die universelle Lebensenergie. Anhand der Unterscheidungen des Äthers, entsprechend den vier Elementen Feuer, Erde, Wasser und Luft, können geomantierelevante Landschaftsphänomene betrachtet werden. In Höhlen und bergigen Landschaften herrscht der Erd-Äther vor, am See und Meer der Wasser-Äther, in Ebenen der Luft-Äther und auf Bergspitzen der Feuer-Äther.

Die ätherische Ebene des Ortes ist nicht unmittelbar materiell wirksam, sondern benötigt den Äther als Mittler. Beispielsweise lässt eine hohe Aktivität auf der Ätherebene (Baumverwachsungen oder starke energetische Empfindungen) auf die Anwesenheit einer geistigen Präsens schließen. Der Genius Loci, der Geist des Orts bezeichnet die ortsspezifische Kraft, die über die Zeit konstant bleibt.
Körper, Äther und Geist müssen vereint sein, damit ein Kraftort seine Wirksamkeit entfalten kann.

Konkrete Wahrnehmungsübungen

Um die ganze Tiefe der Geomantie zu erfahren, bedarf es des unmittelbaren Kontaktes zu einem Ort und seinen energetischen und geistigen Kräften und eine offene Kommunikation mit dem Wesen Erde und all seiner Bewohner. Der Autor beschreibt Übungen, die Aufmerksamkeit und Empfindung schulen und so einen intensiveren Kontakt mit der Natur erlauben.

Das Buch „Die Kraft des Ortes“ ist ein guter Einstieg für alle, die verständliches Grundlagenwissen über Geomantie suchen. Brönnle vermittelt Neueinsteigern ein gutes Verständnis für geomantische Phänomene und die geomantische Arbeit. Ausführliche Literaturhinweise ermöglichen es, sich intensiver mit bestimmten Themenbereichen zu beschäftigen.

Besonders für eine intensive Beschäftigung mit Orten der Kraft bietet das Buch durch fundiertes Wissen und vorgeschlagene Wahrnehmungsübung eine reichhaltige Quelle des Verständnisses und der Inspiration.

Kurz&Knapp: Absolut lesenswert. Eine fundierte und umfassende Einführung in die Geomantie, die besonders Wissen über Orte der Kraft vermittelt.

Stefan Brönnle
Die Kraft des Ortes
Die Energien der Erde erspüren, erkennen und nutzen
Paperback, 176 S.
Neue Erde, 3. erweitere Neuauflage, 2014

Stefan Brönnle, Studium der Landespflege, Schwerpunkt Landschaftsökologie an der TU München, absolvierte Ausbildungen in Qi Gong, Taijiquan, Radiästhesie, Technical Remote Viewing (TRV) sowie verschiedenen Wahrnehmungstechniken. Berater und Ausbilder für Geomantie, Leitung des Institutes Inana und Dozent an einer Fachhochschule.

Ich danke dem Verlag Neue Erde für das Rezensionsexemplar.

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